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10.05.2007

Zukunftsfelder der Sanitär-Heizung-Klima-Handwerke

Stuttgart: Energieausweise, Reduzierung der Kohlendioxidwerte, Steigerung der Energieeffizienz oder altersgerechte Bäder – ein Blick auf die politische Agenda und die Wünsche der Verbraucher zeigt, die Aufgaben für das Sanitär-Heizung-Klima (SHK) - Handwerk nehmen zu.

Der Fachverband Sanitär-Heizung-Klima Baden-Württemberg listete anlässlich der Jahrespressekonferenz die künftigen Aktionsfelder des Handwerks auf: Der Gesetzgeber plant zur Zeit , die Wohnungseigentümer gesetzlich auf die Nutzung eines umweltschonenden Energiemixes zu verpflichten. Energieausweise bescheinigen ab 2008 den energetischen Zustand der Gebäude, der damit den Wert einer Immobilie deutlich mitbestimmen wird. Klimatisierte Räume werden bei dem prognostizierten Klimawandel ein deutlicher Standortvorteil sein. Summa summarum: Die individuelle Heizungs- und Lüftungsanlage rückt in den Mittelpunkt des allgemeinen Interesses. Emissionswerte und Energiebilanzen sind künftig Gemeingut.

„Die konkrete Umsetzung von Klimaschutzzielen oder Energieeinsparungen ist ohne den SHK-Fachbetrieb nicht möglich“, stellte die Berufsorganisation eindeutig klar. Der Bedarf an Beratungen und frühzeitigen Planungen beim Verbraucher wächst und wird mit den gesetzlichen Vorhaben noch weiter anwachsen. Der Wunsch des Verbrauchers, durch die Integration regenerativer Energien die Heizkosten zu senken, gestaltet sich nur dann erfolgreich, wenn diese Alternativen zum Haus sowie  zum Nutzungsverhalten des Eigentümers passen und der Einbau regelgerecht erfolgte.

Neben den energiepolitischen Zielen bestimmt der demografische Wandel ein weiteres expandierendes Marktfeld des SHK-Gewerks: barrierefreie Bäder. Der Anteil der über 60jährigen nimmt kontinuierlich zu. Nach einer GfK-Umfrage ist bereits heute für drei Viertel der Bevölkerung ein sogenannte Generationenbad Motivation für eine Badsanierung. Die Nutzung der Sanitärräume bei körperlicher Einschränkung ist für den möglichst langen Verbleib in den eigenen vier Wänden mit maßgeblich.

Geändertes Nutzungsverhalten und oft damit einhergehende gestiegene Ansprüche an die Haustechnik schlagen sich in neuen Aufgabenfeldern für die SHK-Handwerksbetriebe nieder. Zentraler Ausgangspunkt: einfach zu handhabendes „Wohlfühlambiente“ im „Rund-um-Sorglos-Paket“ für das Eigenheim. Die Anforderungen reichen von Sicherheits-Checks, Wellnessoasen im eigenen Badezimmer über komplexe Gebäudeautomationen bis zu Facilitymanagement – Leistungen und Komplettsanierungen aus einer Hand.

Der traditionelle SHK-Handwerksbetrieb hat sich in den vergangenen Jahren zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen mit folgender Zielsetzung gewandelt. Kundendienst, Serviceleistungen und komplexe Technik sind so zu händeln, dass der Komfort des Kunden gesteigert, die Energiebilanz reduziert und das Wohlbefinden erhöht wird.