12. Oktober 2026

SHK-Lösungen sind gefragter denn je – nutzen wir die Chancen

Kommentar von Wolfgang Becker, Hauptgeschäftsführer

Die Nachrichten aus den Energiemärkten sind eindeutig: Fossile Brennstoffe werden teurer, unsicherer und politisch zunehmend unter Druck gesetzt. Der Heizspiegel 2026 bestätigt, was viele Betriebe längst erleben – Wärmepumpen sind heute meist die günstigste Heizoption, und ihr Vorsprung gegenüber fossilen Systemen wächst weiter. Das ist keine Bedrohung für das SHK-Handwerk. Das ist eine Chance.

Mein klarer Appell: Die Chancen liegen täglich auf der Straße. Wir müssen sie nur aufheben.

Wer einen Kunden hat, der noch mit Öl oder Gas heizt, hat einen Kunden, der Geld verliert – Monat für Monat. Ein Umstieg auf eine Wärmepumpe rechnet sich schneller als je zuvor. Hinzu kommt: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) ist degressiv ausgestaltet – wer heute handelt, bekommt mehr Förderung als derjenige, der wartet. Machen Sie Ihre Kunden aktiv darauf aufmerksam. Ein Gespräch beim nächsten Servicetermin kann der entscheidende Anstoß sein. Einen entsprechenden Flyer bieten wir den Betrieben als einfaches Hilfsmittel an.

Doch Energie ist nicht das einzige Thema. Hitzewellen sind längst keine Ausnahme mehr. Klimageräte und Lüftungssysteme sind gefragter denn je. Wer als Fachbetrieb hier kompetent berät und installiert, erschließt ein wachsendes Marktsegment und macht sich als ganzjähriger Ansprechpartner unverzichtbar.

Gleichzeitig rückt Wasser aus zwei Richtungen in den Fokus. Auf der einen Seite Wassermangel: Unsere Betriebe können mit wassersparenden Armaturen und Duschköpfen, mit Grauwasserrecycling, Regenwassernutzung und professioneller Leckageortung ganz konkret helfen. Ohne dabei das Thema Trinkwasserhygiene zu vernachlässigen. Auf der anderen Seite Starkregen: Überflutungen häufen sich – Rückstausicherungen und Drainagesysteme schützen Kunden vor Schäden, die schnell fünfstellig werden können. Lösungen, die unser Handwerk beherrscht wie kein anderes.

Was all diese Themen verbindet: Die Chancen entstehen nicht im Büro, sondern draußen – beim Kunden, beim Servicetermin, beim Blick auf die alte Anlage. Kein Onlineportal ersetzt die Beratung durch den Fachbetrieb vor Ort. Und kein überregionales Greentec-Unternehmen ist so nah am Kunden wie das klassische Handwerk, das oft in der Gemeinde mit seinen Vereinen eng verwurzelt ist.

Gehen Sie aktiv auf Ihre Kunden zu. Steigende Energiepreise, Hitze, Wassermangel und Starkregen liefern täglich Beratungsanlässe. Nutzen Sie sie. Das SHK-Handwerk ist die Schlüsselbranche der Energiewende und der Klimaanpassung – diese Rolle sollten wir selbstbewusst ausfüllen.

(b)

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